In einem Interview mit Febri sprach Anime-Produzent Shinichiro Inoue darüber, dass das Drehbuch von »Das Mädchen, das durch die Zeit sprang« während der Planung mehrmals verworfen wurde. Wir fassen nachfolgend zusammen.
Mehrere Anläufe
Der Roman »Das Mädchen, das durch die Zeit sprang« (jap.: »Toki o Kakeru Shojo«) von Yasutaka Tsutsui wurde bereits im Jahre 1967 veröffentlicht und entwickelte sich somit schon lange vor der populären Anime-Filmumsetzung zu einem großen Hit in Japan. Entsprechend zahlreich waren auch die Anfragen der Filmemacher an den Autor.
Den Zuschlag erhielten schlussendlich Produzent Shinichiro Inoue und Regisseur Mamoru Hosoda, die versprachen, dass sich ihr Film nicht originalgetreu an die ursprüngliche Geschichte halten würde, sondern vielmehr eine Art Fortsetzung darstelle, die von der nächsten Generation handle.
Dieses Vorhaben stellte sich laut Inoue aber schnell als schwierig heraus. Immerhin hätte es bereits drei oder vier Drehbuchentwürfe gegeben, bevor Hosoda plötzlich beschlossen hätte, alles zu verwerfen und von vorne anzufangen.
Starker Unterschied
Hosoda habe sich daraufhin Unterstützung von Drehbuchautorin Satoko Okudera geholt, wodurch sich das Ergebnis letztlich stark vom ursprünglichen Drehbuch unterschieden hätte – allen voran die Charaktere.
So hätte sich die Protagonistin Makoto von einem Mädchen, das in die Vergangenheit reist, um einen Fehler zu korrigieren, zu einer jungen Frau entwickelt, die einen Schritt in die Zukunft macht. Und auch die Rolle des männlichen Protagonisten Chiaki sei deutlich ausgebaut worden, was die Handlung laut Inoue bereichert hätte.
Das Endprodukt kann sich bekanntlich sehen lassen, denn obwohl der Film zu seiner Premiere im Jahre 2006 nur in einer begrenzten Anzahl von Kinos in Japan gezeigt wurde, spielte er an den Kinokassen insgesamt 300 Millionen Yen ein und war damit ein unerwarteter Erfolg. Auch heute zählt er noch zu den beliebtesten Anime-Filmen.
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Via Febri
© 2006 TOKIKAKE FILM PARTNERS
Ehrlich gesagt, so kann ich mich an den Film nicht mehr erinnern. Mit einer Endbewertung von 5/10, die ich dafür vergab, ist es wenig verwunderlich, wie schnell er für mich in Vergessenheit geriet.
So stelle sich jetzt für mich die Frage, was das ursprüngliche Manuskript vorsah und ob es mich nicht viel wahrscheinlicher angesprochen hätte.
Hmm … da hätte mich interessiert wie die anderen Ideen aussahen. Ich kenne den Film und letztlich war es meiner Meinung nach einfach eine Dreiecksbeziehung mit Zeitreise-Aspekt und dem üblichen Durcheinander.